Switch, PS4 oder 3DS – die Auswahl an Spielkonsolen ist groß, und die Namen sagen wenig darüber aus, was ein Gerät im Familienalltag tatsächlich leistet. Wir erklären die drei großen Konsolen-Familien aus Eltern-Sicht, ohne Marken- oder Preisvergleich.
Bevor eine neue oder gebrauchte Konsole in die Familie einzieht, lohnt sich ein Blick darauf, wie und wo sie überhaupt genutzt wird. Die drei Familien unterscheiden sich weniger in "gut" oder "schlecht", sondern vor allem im Einsatzzweck:
| Nintendo Switch | PlayStation 4 | 3DS / Handheld | |
|---|---|---|---|
| Einsatzort | Unterwegs & TV | Nur am Fernseher | Nur unterwegs |
| Typische Spiele | Familien-, Mehrspieler-Titel | Größere, teils ältere Zielgruppe | Einsteigerfreundlich, kompakt |
| Mitnehmen möglich | Ja | Nein | Ja |
| Typischer Einstiegspreis (gebraucht) | Mittel | Mittel bis höher | Meist günstig |
Welches Modell im Detail am besten passt, hängt vom Alter des Kindes, dem Budget und davon ab, ob hauptsächlich zu Hause oder unterwegs gespielt werden soll.
Die Nintendo Switch ist eine Hybrid-Konsole: Sie lässt sich sowohl als Handheld in der Hand halten als auch über die Dockingstation an den Fernseher anschließen. Für Familien ist das praktisch, weil dasselbe Gerät im Kinderzimmer, im Wohnzimmer und auf Reisen genutzt werden kann. Ein weiterer Pluspunkt: Viele Switch-Spiele sind explizit auf gemeinsames Spielen ausgelegt – die abnehmbaren Joy-Con-Controller ermöglichen, dass zwei Kinder (oder Eltern und Kind) sofort gemeinsam an einer Konsole spielen können, ohne zusätzliches Zubehör kaufen zu müssen.
Das Spieleangebot der Switch ist stark auf Familien- und Mehrspielertitel ausgerichtet, es gibt aber auch anspruchsvollere Spiele für ältere Kinder und Jugendliche. Wer genauer wissen möchte, welches Switch-Modell (V1, V2 oder Lite) sich hinter einem gebrauchten Gerät verbirgt, findet die technischen Details in unserem Switch-Modellvergleich.
Die PlayStation 4 ist eine reine TV-Konsole ohne Handheld-Funktion – sie wird fest an den Fernseher angeschlossen und bleibt in der Regel an einem Ort. Dafür bietet sie im Vergleich zur Switch eine leistungsfähigere Grafik und ein Spieleangebot, das sich stärker an ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene richtet. Viele PS4-Titel sind erst ab 12, 16 oder 18 Jahren freigegeben, weshalb sich ein Blick auf die Altersfreigabe besonders lohnt, bevor ein Spiel für ein jüngeres Kind gekauft wird.
Für Familien mit älteren Kindern oder Jugendlichen, die vor allem zu Hause und mit größerem Bildschirm spielen möchten, ist die PS4 häufig die passendere Wahl als ein mobiles Gerät. Es gibt sie in den Varianten Slim und Pro, die sich vor allem in Leistung und Speicherplatz unterscheiden.
Handheld-Konsolen wie der Nintendo 3DS oder die PSP sind ausschließlich für unterwegs gedacht – es gibt keinen Anschluss an den Fernseher. Damit sind sie deutlich kompakter als Switch oder PS4 und eignen sich gut für Autofahrten, Wartezimmer oder als erstes eigenes Gerät. Da diese Modelle meist schon einige Jahre auf dem Markt sind, liegt der Einstiegspreis für ein gebrauchtes Gerät in der Regel unter dem einer Switch oder PS4 – ein Faktor, der besonders für jüngere Kinder oder als erste eigene Konsole interessant sein kann.
Das Spieleangebot ist bei Handheld-Konsolen oft einsteigerfreundlicher und altersmäßig breiter gestreut, von reinen Kinderspielen bis zu klassischen Jump & Runs. Mehrspieler-Möglichkeiten sind eingeschränkter als bei der Switch, da meist jedes Kind ein eigenes Gerät benötigt.
Unabhängig davon, für welche Konsolen-Familie man sich entscheidet, lohnt sich immer ein Blick auf die Altersfreigabe der einzelnen Spiele – die Konsole selbst hat keine feste Altersgrenze, wohl aber jedes einzelne Spiel. Was die Kennzeichnung der USK genau bedeutet und worauf beim Kauf einzelner Spiele zu achten ist, erklären wir im Glossar-Eintrag „Was bedeutet USK?".
Tipps zur Vorbereitung einer Konsole für den Verkauf gibt es im Ratgeber, eine Übersicht aller angekauften Modelle in der Konsolen-Übersicht.